Bildbearbeitung: bitte nicht SO! / by Nick Schreger

Probiert es mal selber aus (kostenlose Testversion): http://www.portraitprofessional.com

Es gibt "Bildbearbeitung" und "Bildmanipulation". Beschränkt man sich bei der Nachbearbeitung auf das, was Fotografen schon immer bei der Entwicklung ihrer Fotos getan haben - zum Beispiel die Belichtung anpassen, Schatten aufhellen, Lichter abdunkeln oder den Bildausschnitt verändern - spricht überhaupt nichts dagegen, und es handelt sich um "Bildbearbeitung".  Wenn man professionell fotografiert, ist diese digitale Entwicklung der Fotos vor der Herausgabe an einen Kunden ein normaler Arbeitsschritt. Was hingegen gar nicht geht sind Tools wie "Portrait Professional" von Anthropics. 

Wie pervers diese Software ist (und wie perfide die Marketingmaschinerie dahinter arbeitet) versuche ich, in diesem Video zu zeigen - ich schreibe "versuche", weil ihr es am besten selber mal ausprobieren solltet - der Hersteller bietet eine kostenlose Testversion. Die Software gibt es für Mac und PC.

Selbstverständlich fügen wir Fotografen das passende Make-Up heutzutage erst bei der Nachbearbeitung hinzu - einfach nur lächerlich, was Anthropics da fabriziert haben, gleichzeitig aber auch erschreckend, wie lange sich diese Software bereits am Markt hält.

Der Hersteller empfiehlt übrigens auch, Fotos von Kleinkindern unter 12 Jahren mit Portrait Professional zu bearbeiten. Dafür kann man beim Foto-Import ein spezielles Profil aufrufen. Wer so eine Software braucht, sollte sich ein anderes Hobby oder einen anderen Beruf suchen...

Was haltet ihr davon?